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Dieses Thema hat 5 Antworten
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 Alles was sonst mit Eishockey zu tun hat
Böcky #75 Offline

1. Mannschaft

Beiträge: 1.350

09.10.2007 17:19
Hegen nicht mehr Coach der Füchse ! Zitat · antworten
Nach einem längeren Gespräch am gestrigen Abend einigten sich der Gesellschafter des EV Duisburg, Ralf Pape, und Dieter Hegen auf eine einvernehmliche Vertragsauflösung. Damit ist Dieter Hegen ab sofort nicht mehr Trainer der Duisburger Füchse. Der 45-jährige Coach hatte die Mannschaft seit über fünf Jahren gecoacht. Mit ihm hatte der EVD 2005 den DEL-Aufstieg geschafft. Zusätzlich wurde die Zusammenarbeit mit Co-Trainer Udo Schmid beendet, der zur Saison 2006/2007 aus Ratingen zum EV Duisburg gewechselt war.

Mit sofortiger Wirkung übernimmt der sportliche Leiter Franz Fritzmeier das Training. Ihm zur Seite steht ab sofort Willi Mühlenhaus als Co-Trainer. Der ehemalige Bundesligaprofi war unter anderem fünf Jahre in Krefeld und sechs Jahre für Duisburg beim damaligen DSC Kaiserberg aktiv. Seit 2002 arbeitet Willi Mühlenhaus in der Geschäftsstelle und als Jugendkoordinator der Jungfüchse.

Noch ist unklar, ob Fritzmeier eine Übergangs- oder Dauerlösung ist. „Wir müssen in alle Richtungen überlegen“, so der Interimstrainer. Außerdem geht die Suche weiter. Als einen der Gründe für den Trainerwechsel nannte Pape, die gescheiterten Verpflichtungen von drei Neuzugängen. Da man aber ein Zeichen setzen müssen, einigte man sich auf die Trennung. „Aus den nächsten neun Spielen bis zur Länderspielpause brauchen wir 15 Punkte, wenn wir um Platz zehn mitspielen wollen.“ Hegen selbst sagte: „Ich sehe die Sache ähnlich wie Ralf Pape. Wenn man so etwas macht, dann jetzt.“ Sein persönliches Fazit aus über fünf Jahren in Duisburg fällt positiv aus. „Ich habe nirgendwo länger an einem Stück gespielt, als ich hier in Duisburg Trainer war. Ich war mit dem Verein verwurzelt. Wir hatten Erfolg mit dem DEL-Aufstieg und dem Klassenerhalt im Jahr darauf. Ich habe hier viel gelernt.“
http://www.hockeyweb.de/artikel.php?a=31258
Speedy ( gelöscht )
Beiträge:

09.10.2007 21:09
Hegen nicht mehr Coach der Füchse ! Zitat · antworten
Na da hat der Herr Fritzmeier ja mal wieder gründlich aufgeräumt. Ich bin mal gespannt, ob es mit ihm jetzt besser klappt
Böcky #75 Offline

1. Mannschaft

Beiträge: 1.350

15.10.2007 15:06
Hegen nicht mehr Coach der Füchse ! Zitat · antworten
Aus der Ferne betrachtet: Hegen hat es hinter sich....


Herzlichen Glückwunsch an die deutsche Eishockeylegende Dieter Hegen zur Trennung von den Duisburger Füchsen. Ein Trainer wird entlassen, nahezu abgeschlagen auf dem letzten Platz liegend und das einzige, was man empfindet, ist, dass man den Mann spontan beglückwünschen möchte? Nicht normal? Stimmt. Aber was ist im Eishockey in Deutschland schon normal und insbesondere wenn es um das größte Missverständnis im deutschen Eishockey der vergangenen Jahre geht? Duisburg und die DEL sind Dinge, die einfach nicht zusammen passen. Vom ersten Tag hat sich keiner der Beteiligten einen Gefallen getan, diesen Klub in der obersten Eishockeyliga des Landes auch nur eine Woche teilnehmen zu lassen. Weder das Publikum hat sich je in auch nur annähernd angemessener Anzahl um DEL-Eishockey geschert, noch hat der allmächtige und -gewaltige Ralf Pape offenbar einen richtigen Plan gehabt, was er mit seinem Spielzeug in der DEL wollte. Ich finde es ja eigentlich nicht verkehrt, wenn sich Leute mit viel Geld im Sport engagieren und damit sportliche Entwicklungen ermöglichen, die sonst am fehlenden Geld gescheitert wären. Doch einfach nur aufsteigen und dann mal sehen, sollte eigentlich nicht die Strategie eines Geschäftsmannes sein, und man fragt sich unwillkürlich, ob Ralf Pape sein Geld vielleicht gar nicht verdient, sondern im Lotto gewonnen hat. Kein Klub ist je so planlos an das „Abenteuer DEL“ herangegangen wie die Duisburger, und man wird sich in Kassel immer noch ungläubig fragen, wie man gegen diese Gurkentruppe denn als (vorerst) letzter sportlicher Absteiger aus der Liga fliegen konnte.


Gleichzeitig ist der Fall Duisburg für mich das schlagende Argument, warum eine Auf- und Abstiegsregel entbehrlich ist. Die haben niemals in die DEL gehört, und jeder, der daran beteiligt war, diesen Klub in der Liga spielen zu lassen, hat sich am deutschen Eishockey versündigt. Im vergangenen Sommer sah es mal so aus, als würde die Lizenz nach Stuttgart weitergegeben, und ich dachte schon, das Grauen hätte ein Ende, aber wie viele andere Eishockeyfreunde hatte ich mich zu früh gefreut. Letztlich scheitere dieses Unterfangen wohl nicht an den Protesten der 47 Die hard-Füchse-Fans, die ein paar Unterschriften sammelten und drei bis fünf Protestbanner an ihre Balkone gehängt hatten, sondern an der sprichwörtlichen schwäbischen Sparsamkeit. In Stuttgart werden die Verantwortlichen der Porsche-Arena sich gedacht haben, dass sie sich lieber noch ein Jahr mit Holiday on Ice, Hansi Hinterseer und dem Musikantenstadl mit Andy Borg über Wasser halten, als Herrn Pape für einen drittklassigen Erstligisten einen erstklassigen Preis zu zahlen. Und dass die Lizenz der Füchse über die Saison bisher nicht wertvoller geworden ist, wird auch Ralf Pape aufgefallen sein. Die Ankündigung des Verbleibes in Duisburg für nur eine Saison war jedenfalls offenbar keine so gute Werbung, wie die Zuschauerzahlen zeigen.

Didi Hegen, Nationalmannschaftsidol in meiner Jugendzeit, nahm seine Demission dann auch mit Gelassenheit hin und verkündete, dass er in Duisburg viel gelernt habe. Ich denke, er war vielleicht auch froh, dass er diese trostlose Situation hinter sich hatte. Immerhin hat Ralf Pape noch versucht, mit der Trainerentlassung einen sportlichen Reizpunkt zu setzen. Hat zwar erst einmal nicht geklappt, aber viel schlechter ist es auch nicht geworden.

In Hamburg ist man bei den Reizpunkten schon einen Schritt weiter. Dort ist man angesichts der schwindenden Zuschauerzahlen bereits zur Publikumsbeschimpfung übergegangen und wirft dem Publikum auf der Homepage vor, seine „Lektionen nicht gelernt“ zu haben. Der Fanbeauftragte wird gar in der Zeitung mit der Bezeichnung „Rädelsführer“ für kritische Fans in Verbindung gebracht, „mit denen einige Gespräche fällig sind.“ Offenbar haben da in Hamburg mal wieder Klubverantwortliche kurzfristig verdrängt, dass Eishockeyfans Kunden und keine Bittsteller sind. Vielleicht sollte Ralf Pape den Vertrag mit den Stuttgartern schnell unter Dach und Fach bringen, bevor ihm der findige Herr Capla zuvorkommt und die Lizenz der Freezers an den Neckar verkauft. Verdient hätte es das undankbare Hamburger Publikum nach seiner Ansicht bestimmt, und dann sollen sich anständigen Fans doch bei den Rädelsführern und Nichtklatschern bedanken... Es grüßt aus dem Land, in dem es die Eishockeyverantwortlichen sogar noch schaffen, die Öffentlichkeitsarbeit der Hamburg Freezers zu unterbieten…

http://www.hockeyweb.de/
Lefthander ( gelöscht )
Beiträge:

16.10.2007 09:12
Hegen nicht mehr Coach der Füchse ! Zitat · antworten
Ich habe selten so einen hanebüchenen und polemischen Quatsch gelesen. Toll aber auch die Angaben zum Autor:
"Torsten Weidemann wohnt in China und wird in dieser Saison aller Voraussicht nach nicht ein Spiel der schönsten Sportart der Welt in Deutschland sehen. Er ist nur über das Internet dabei und beobachtet und kommentiert das Geschehen aus der Ferne." Ich hege keine Sympathien für Duisburg, doch das
geschlossene Klassendenken der DEL wird das immer mehr abnehmende Interesse am Eishockey sicherlich weiter
ankurbeln. Und ohne Sponsoren und Investoren läuft gar nichts, oder wie stellt sich Herr Weideman einen Neu-Standort Stuttgart vor ? Und einem Verein mit einer Tradition wie in Duisburg das Startrecht abzusprechen, würde mich als Füchse-Fan wirklich auf die Palme bringen.
Andi #8 ( gelöscht )
Beiträge:

17.10.2007 08:50
Hegen nicht mehr Coach der Füchse ! Zitat · antworten
Nun, der Text mag vor Polemik beinahe platzen. Aber es sind nicht wenige Gedanken dabei mit denen ich sympatisiere. Ich frage mich vielmehr, warum ich solche Dinge nie von mir gebe, um mir ähnlichen Unmut zuzuziehen .
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