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 Alles was sonst mit Eishockey zu tun hat
Cyrus64 Offline

1. Mannschaft

Beiträge: 1.566

04.09.2006 12:05
Spartak Moskau ist Geschichte Zitat · Antworten
Spartak Moskau ist nur noch Geschichte
Finanzielles Aus für den russischen Traditionsclub

Der Traditionsclub Spartak Moskau ist nur noch Geschichte. Just im Jubiläumsjahr (der Club hätte in diesem Jahr noch sein 60-jähriges Bestehen gefeiert) kam am 11. August aufgrund von finanziellen Problemen das endgültige Aus. Die RSL startet deshalb statt mit 20 nur noch mit 19 Clubs in die neue Saison. Dabei wurden die offensichtlichen Probleme der sich abstrampelnden Franchise aufgrund der Unterstützung durch die Moskauer Regierung und einer Handvoll Sponsoren über die letzten zehn Jahre hinweg kaschiert. Anfang des Jahres schien sich die Lage zu ändern, als sich die Moskauer Regierung entschied, ihre Beteiligung an der Finanzierung des Teams zu überdenken. Es wurde allen klar, dass sich Spartak selbst mehr um die Finanzen kümmern musste.
Der Geschäftsmann Vadim Melkov sprang als Krisenmanager in die Bresche, versuchte neue Geldquellen zu finden und die Franchise wiederzubeleben. Und er startete mit beachtlichen Erfolgen, sorgte für frisches Geld und alsbald unterschrieben die ersten neuen Spieler beim Club, so dass die Entscheidung, Spartak in die zweite Liga zu verbannen, rückgängig gemacht wurde.
Doch der Aufschwung wurde jäh am 9. Juli gebremst, als Melkov beim Flugzeugabsturz in Irkutsk ums Leben kam. Die neuen Sponsoren waren schwer geschockt und zogen ihre zugesagten Gelder zurück. Damit konnte Spartak seine finanziellen Garantien für die Durchführung der Meisterschaft nicht mehr aufrechterhalten. Den Kollpas von Spartak aber allein auf den Tod von Melkov zu reduzieren wäre falsch. Das Aus war lange schon überfällig, aufgrund des ständig schwindenden Interesses der großen Wirtschaftsunternehmen. Der Name allein rechtfertigt nicht die Existenz eines Teams. Um eine starke Liga und eine konkurrenzfähige Nationalmannschaft zu haben, müssen die Superleague-Teams eine entsprechende Infrastruktur und Finanzierung vorweisen. Spartak konnte dies nicht und ist deshalb Geschichte geworden. Die Botschaft an die anderen RSL-Clubs ist klar: es ist höchste Zeit sich an die neuen Realitäten anzupassen. Sergei Balashov


Quelle: Eishockey News

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