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Dieses Thema hat 4 Antworten
und wurde 418 mal aufgerufen
 Alles was sonst mit Eishockey zu tun hat
Konny ( gelöscht )
Beiträge:

25.02.2004 12:52
Es ist zwar noch kein Sommer, aber das Theater beginnt ... Zitat · Antworten
Aus der EH-News.

Tischtuch mit ESBG zerschnitten? - Clubs der Landesverbände planen eigene Liga

Verwunderung und Kopfschütteln bei den Landesverbänden löste die Mitteiliung der ESBG aus, in der kommenden Saison an der Struktur der Oberliga festzuhalten. "Ich bin schon sehr verwundert, dass solche Äußerungen in der Öffentlichkeit getätigt werden, ohne vorher noch einmal mit uns zu reden", spricht Gisela Lukowiak, Ligenleiterin des Landesverbandes NRW, Klartext, "obwohl ich vom Ergebnis her eigentlich nichts anderes erwartet habe." Ihr Nordkollege Torsten Kluin hält die Vorgehensweise der ESBG sogar für grob fahrlässig." Ich bin mir sicher, dass von den 20 Oberligen-Clubs mindestens acht innerhalb von zwei Jahren kaputt gehen. Man darf doch nicht einfach sehenden Auges die Vereine ins Unglück stürzen", fährt Kluin schweres Geschütz auf. andreas Hobuß äußert sich diplomatisch, aber bestimmt: "Ich halte öffentliche Diskussionen vor den Treffen mit Betroffenen schlciht für kontraprotuktiv", so der Ost-Ligenleiter in Richtung ESBG. "Angemessener wären tiefgreifende und hintergründige Beratungen über die Gesamtproblematik. Außerdem wäre es an der Zeit, entscheidungen mit langfristigem Charakter zu treffen."

Nach allgemeiner Auffassung wären derzeit nur die Revier Löwen und die Eisbären Juniors wirstschaftlich in der Lage, eine Oberliga-Saison zu überstehen. Jetzt wollen die Ligenleiter beraten, in welcher Form eine Regionalliga gestaletet werden kann, die den Interessen aller Vereine gerecht wird. "Direkt nach den Karnevalstagen werde ich bei den Clubs die Meinungen abfragen. Anfang März werden wir Ligenleiter uns in Hannover treffen, um einen gangbaren Weg zu finden", verrät Gisela Lukowiak. Diese Lösung soll sowohl den sportlichen Interessen, als auch den wirtschaftlichen Möglichkeiten gerecht werden. Dazu sind bereits mehrere Denkmodelle entstanden, deren für und wider intensiv diskutiert werden sollen.

Angedacht sind unter anderem regionale Vorrunden und eine frühzeitige Verzahnung. Möglich wäre auch eine Saison nach dem NHL-Modell: Eine intere, sprich regionale Doppelrunde und eine externe Einfachrunde. "Das hätte den Vorteil, dass sich die Zahl der weiten Reisen deutlch verringern würde, wobei der Spielplan ohnehin flexibel gestaltet werden kann", erläutert Torsten Kluin. alle Ligenleiter sind sich darüber einig, dass die derzeitigen Regionalligen nicht zeitgemäß sind. 2Die Kluft zwischen den Vereinen ist zu groß- Clubs wie Hamm und Oberhausen oder Harsefeld und Wilhelmshaven passen einfach nicht zusammen", sagt Gisela Lukowiak.

Gut möglich, dass die Landesverbände eine Liga zwischen den Ober- und den Regionalligen installieren. "Die Regionalliga Ost wird weiter eine kontinuierliche Entwicklung nehmen", so Andreas Hobuß. Denkbar ist daher, dass am Ende Vereine wie Ratingen, Herne, Neuss, Solingen, Wilhelmshaven, Timmendorf, Adendorf, Braunlage, Rostock, Eisbären, Hale und Leipzig (unterstellt, dass Oberhausen aufsteigt) eine eigene Runde bilden, die sportlich mehr als reizvoll erscheint. Für Gesprächsstoff ist reichlich gesorgt, ob die ESBG nach den jüngsten Äußerungen in diese Diskussionen überhaupt noch eingebunden wird, bleibt abzuwarten.

Dieter Hartmann

Eishockey-News vom 24.02.04

Thomas ( gelöscht )
Beiträge:

25.02.2004 13:23
Es ist zwar noch kein Sommer, aber das Theater beginnt ... Zitat · Antworten
Die von der EBSG geforderte Mindestsumme von 300.000 Euro an Jahresetat wird von nur ganz wenigen Vereinen aufgebracht werden können. Selbst mit einem solchen Etat dürfte man in der neuen Liga - wie auch immer sie aussehen soll - nur eine untergeordnete Rolle spielen, da ein neues Wettrüsten beginnen wird. Die Konsequenz daraus wäre sehr vielschichtig:

1. Wieder keine Chance für den deutschen Nachwuchs, da aufgrund der weiten Fahrten nur Profis in betracht kommen.

2. Fehlende Attraktivität für die Vereine, die in der unteren Tabellenhälfte vorzufinden sind und damit verbunden zu niedrige Zuschauereinnahmen, was wiederum den Tod für diese Vereine bedeutet.

3. Ausbluten des Eishockeysports durch Vereinsaufgaben und nachlassendes Faninteresse.


Auch die angesprochene neue Ligengründung würde daran nichts ändern, da die langen Fahrtstrecken bestehen bleiben - sowohl für die Mannschaften als auch für die Fans. Die Verzahnung in der Endphase halte ich auch für ausreichend attraktiv genug. Die Aufstiegsmöglichkeit gibt den Vereinen die Chance, die dazu finanziell in der Lage sind. Wie allseits bekannt, wachsen Sponsoren nicht auf den Bäumen.

Kai #16 Offline

1. Mannschaft

Beiträge: 1.140

25.02.2004 13:45
Es ist zwar noch kein Sommer, aber das Theater beginnt ... Zitat · Antworten
Frei nach dem Motto: "Alles bleibt anders...!"

supporter1887 Offline

1. Mannschaft


Beiträge: 1.025

26.02.2004 19:41
Es ist zwar noch kein Sommer, aber das Theater beginnt ... Zitat · Antworten

Quote:
Denkbar ist daher, dass am Ende Vereine wie Ratingen, Herne, Neuss, Solingen, Wilhelmshaven, Timmendorf, Adendorf, Braunlage, Rostock, Eisbären, Hale und Leipzig (unterstellt, dass Oberhausen aufsteigt) eine eigene Runde bilden, die sportlich mehr als reizvoll erscheint.

...natürlich, denkbar ist alles.
Bei 3 sog. Derby's und 8 externen, km-langen Anfahrten..*tststs* das kann wohl auch nicht das Ei des Kolumbus sein !!! Und womöglich noch in einer Doppelrunde bevor es -in jegwelcher Art von Gestaltung- in die Play-Offs/-Downs geht ??

Deshalb,

Quote:
Die Verzahnung in der Endphase halte ich auch für ausreichend attraktiv genug. Die Aufstiegsmöglichkeit gibt den Vereinen die Chance, die dazu finanziell in der Lage sind.

...kann ich mich dem nur anschliessen insbesondere unter der Prämisse -dem in Neuss bereits oft diskutiertem Thema: Sponsoring. Hier gilt ja ohnehin: Alles, nur nicht Eishockey....

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