Auftakt im Westen: Vier der sechs Spiele werden gewertet
Katastrophe im Westen: Wie Markus Schweer am Dienstagabend mitteilte, müssen vier der sechs Partien vom Wochenende gewertet werden. „Das ist ein negativer Auftakt, eine böse Überraschung“, war der Ligenleiter bemüht, die richtigen Worte zu finden. „Ehrlich gesagt, bin ich sprachlos.“
Betroffen sind die beiden Spiele des EV Duisburg. Sowohl die 2:5-Niederlage in Ratingen wie auch der 3:2 n.V.-Sieg über Essen wird mit 5:0 Toren und drei Punkten für den Gegner gewertet. Der Grund: In beiden Partien wurden 16 Spieler eingesetzt, die älter als 21 Jahre sind – ein klarer Verstoß gegen die U21-Regelung, wonach nur 15 Spieler eingesetzt werden dürfen, die älter sind.
Derselbe Verstoß wurde in der Begegnung zwischen Herne und Königsborn registriert. Auch Königsborn setzte zu viele Spieler ein, die älter als 21 Jahre sind. Hernes 7:2-Sieg wird nicht mit 5:0 gewertet, sondern geht mit 7:2 in die Tabelle ein.
Anders der 4:2-Sieg der Bad Nauheimer in Hamm. Weil die Roten Teufel sieben Spieler eingesetzt haben, die nicht die Anti-Doping-Vereinbarung unterzeichnet haben, wird das Spiel mit 5:0 für Hamm gewertet.
Für Aufregung sorgten am Dienstag mehrere Meldungen in diversen Medien über vier Spielwertungen am ersten Punktspielwochenende der Oberliga West. Wie sich inzwischen allerdings herrausstellte handelt es sich dabei in drei der vier Fälle um einen Systemfehler in der Geschäftsstelle des Verbandes, so dass es nur zu einer Spielwertung kommen wird. Während die Partien der Füchse Duisburg gegen die Moskitos Essen (3:2 n.V.), Ratinger Ice Aliens gegen die Füchse Duisburg (5:2) und Herner EV gegen den Königsborner JEC (7:2) regulär gewertet werden, da nicht wie zunächst angenommen zu viele Ü21-Spieler auf dem Spielberichtsbogen standen, wird das Spiel Lippe-Hockey Hamm gegen die Roten Teufel Bad Nauheim mit 5:0 Toren für die Young Stars gewertet. Bei den Hessen haben offenbar mehrere Spieler nicht die „Athletenvereinbarung zur Bekämpfung des Dopingmissbrauchs“ unterschrieben. Die Verantwortlichen der Roten Teufel werden allerding Prostest gegen die Spielwertung einlegen, da sie der Überzeugung sind, dass es sich um ein Missverständnis handeln muss.
IHP.net
Eigentlich ist Eishockey von Montag bis Donnerstag am aufregendsten. Es wogt hin und her, mal wirkt dieser, mal jeder Club wie der Gewinner. Die tatsächlichen Spiele sind nur selten so offen und spannend wie die Wertungen Gleiches gilt für den Sommer. Wer steigt auf, wer steigt ab, wer steigt aus... Die Spiele selbst sind oft nebensächlich, Ergebnisse und Tabellen ebenfalls, zumindest verglichen mit dem was abseits der Eisfläche passiert.